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HAMBURGISCHE NOTARKAMMER

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Aktuelle Meldungen
  • Ein Unglück kommt selten allein …

    Wen Gott liebt, der stirbt früh – hieß es über Mozart, der mit knapp 36 Jahren verstarb und Frau und zwei Kleinkinder hinterließ. Heute ist ein so früher Tod zwar glücklicherweise seltener, aber wenn er vorkommt, trifft er die Hinterbliebenen völlig unvorbereitet. Gerade junge Paare – ob mit oder ohne Kinder – sollten für einen solchen Fall Vorkehrungen treffen, um den überlebenden Ehegatten abzusichern und seine alleinige Handlungsfähigkeit zu bewahren. Sonst tritt zum menschlichen ein juristisches Unglück hinzu. (...)
    [Oktober 2018]
  • Die Grundschuld – was ist das?

    Wer eine Immobilie kaufen oder ein Haus selbst bauen möchte, benötigt hierfür in aller Regel ein Bankdarlehen größeren Umfangs. Zur Auszahlung eines solchen Darlehens ist die Bank allerdings meist nur dann bereit, wenn sie ausreichende Sicherheiten erhält. In der Praxis ist die Grundschuld das wichtigste Kreditsicherungsmittel. Doch was hat es mit den Begriffen Grundschuld, persönliches Schuldanerkenntnis und Zwangsvollstreckungsunterwerfung überhaupt auf sich? (...)
    [September 2018]
  • Fünf gute Gründe für ein notarielles Testament

    Die Regelung des eigenen Nachlasses ist eine der persönlichsten Entscheidungen, die ein Mensch treffen kann. In jungen Jahren erscheint das eigene Ableben noch als „weit weg“ und die Entscheidung über die Bestimmung der Erben als nicht notwendig. Insbesondere in jungen Familien empfiehlt sich jedoch möglichst frühzeitig die Erstellung eines Testaments zur Absicherung der Familie für den Fall, dass ein Elternteil unerwartet verstirbt. Nach dem Gesetz kann ein Testament eigenhändig oder bei einem Notar errichtet werden. Auch wenn die eigenhändige Errichtung auf den ersten Blick verlockend erscheint, sprechen gute Gründe für den Gang zum Notar. (...)
    [August 2018]
  • Gekauft wie gesehen? Aufklärungspflichten beim Verkauf von Immobilien

    Ehrlich währt am längsten – das gilt auch beim Verkauf einer selbstgenutzten Immobilie. Wenn der Verkäufer dem Käufer „auf gut Glück“ wesentliche Mängel verschweigt, geht er das Risiko ein, noch Jahre später auf Schadensersatz zu haften. (...)
    [Juli 2018]
  • Erbbaurecht – Alternative zum Kauf eines Baugrundstücks

    Kommunen, Kirchen und Stiftungen vergeben häufig Erbbaurechte. Besonders für junge Familien mit wenig Eigenkapital kann ein Erbbaurecht als „Eigentum auf Zeit“ eine Alternative zum Kauf eines Baugrundstücks sein. (...)
    [Juli 2018]
  • Damit das Start-up nicht zur Bruchlandung wird

    Wer für eine Idee brennt, verliert leicht rechtliche Fallstricke aus dem Blick. Gerade Existenzgründer laufen Gefahr, sich ganz auf ihr unternehmerisches Projekt zu konzentrieren und dabei mitunter als lästig empfundene rechtliche und bürokratische Hürden zu unterschätzen. Doch auch diese Hürden können zum Scheitern des Start-ups führen. Frühzeitig rechtliche Beratung und Informationsangebote in Anspruch zu nehmen, beugt dem vor. (...)
    [Mai 2018]
  • Drum prüfe, wer sich ewig bindet – Widerruf eines gemeinschaftlichen Testaments

    Ehepaare regeln ihren Nachlass häufig durch die Errichtung eines gemeinschaftlichen Testaments. Insbesondere im Fall der Trennung der Eheleute oder bei sonstigen Streitigkeiten in der Familie kommt allerdings die Frage auf, ob die Ehegatten an das gemeinschaftliche Testament gebunden sind oder sich einseitig davon lösen können. Für einen wirksamen Widerruf sind dabei besondere Anforderungen zu beachten. Anderenfalls droht den Beteiligten die sogenannte „Bindungsfalle“. (...)
    [März 2018]
  • Deine, meine, unsere Kinder – Nachlassplanung in der Patchwork-Familie

    Patchwork ist nicht nur auf dem Sofa individuell. Beziehungen sind heutzutage bunter als noch vor wenigen Jahrzehnten. Immer häufiger gehen Partner, die gemeinsame Kinder haben, getrennte Wege. Nicht selten finden sie neue Lebensgefährten, die ebenfalls Kinder aus einer früheren Beziehung mitbringen. Gegebenenfalls wird das Patchwork noch durch weitere, gemeinsame Kinder bereichert. So aufregend diese Beziehungsgeflechte sind, so komplex sind die Herausforderungen für die Beteiligten, gerade in puncto Nachlassplanung. (...)
    [Februar 2018]
  • Dr. Marius Kohler neuer Präsident des Rats der Notariate der Europäischen Union

    Berlin, 22. Januar 2018 – Der hamburgische Notar Dr. Marius Kohler hat am 19. Januar 2018 die Leitung des Rats der Notariate der Europäischen Union übernommen. Auch Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz Heiko Maas nahm an der feierlichen Amtsübergabe teil und würdigte in seiner Ansprache die besondere Bedeutung der Notarinnen und Notare für Rechtssicherheit und Verbraucherschutz, die auch im Rahmen einer Weiterentwicklung des elektronischen Rechtsverkehrs erhalten bleiben müsste. (...)
    [Januar 2018]
  • Brexit und Briefkastengesellschaften – Auswirkungen und Handlungsmöglichkeiten

    Zahlreiche in Deutschland tätige Unternehmen weisen eine englische Rechtsform auf. Insbesondere die Limited Company, die sich vor der Einführung der Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) im Jahr 2008 aufgrund ihres geringen Kapitalbedarfs auch bei deutschen Unternehmern einer gewissen Beliebtheit erfreute, gibt es nach wie vor zuhauf. Bei einem „harten Brexit“ könnten sich diese Gesellschaften nicht mehr auf die europäische Niederlassungsfreiheit berufen. Dies hätte den Verlust der Haftungsbeschränkung zur Folge und würde auch die Wirksamkeit neu abgeschlossener Geschäfte in Frage stellen. Betroffene Unternehmen sollten daher die verbleibenden Monate bis zum Brexit nutzen, um sich rechtzeitig beraten zu lassen und gegebenenfalls in eine deutsche Rechtsform zu wechseln. (...)
    [Dezember 2017]
Alle MeLDungen

Kaufen & Verkaufen

Vorsicht, Kauf?

Eine Immobilie kauft man nicht alle Tage. Schließlich zieht das einiges nach sich. Ein Kaufobjekt zu finden, einen Preis dafür auszuhandeln und sich klar zu werden, ob Grundstück, Haus oder Wohnung ihren Preis auch wirklich wert sind, ist an sich schon ein Stück harte Arbeit. Und zu beurteilen, ob Sie die finanziellen Belastungen wirklich auf sich nehmen wollen, ist ebenfalls nicht ganz ohne. Noch schwieriger wird es dann, wenn es um die Einzelheiten geht. Zum Glück steht Ihnen hier Ihr Notar mit Rat und Tat zur Seite. Er sagt Ihnen, wann Sie frühestens zahlen sollten und wann der Besitz, mit allen Risiken und Verpflichtungen, auf Sie übergeht. Dann wäre da noch die Frage zu klären, ob Sie das Objekt so kaufen, "wie es steht und liegt". Oder ob der Verkäufer ein Versprechen gibt, an das er sich auch halten muss. Wie zum Beispiel Gerümpel von einem Grundstück zu entfernen. Oder gar Altlasten. Vielleicht muss er auch noch das Wohnrecht für seine Großeltern löschen lassen, oder andere Rechte, die im Grundbuch eingetragen sind. Und wenn Sie eine Wohnung kaufen, müssen Sie auf jeden Fall die Beschlüsse der Gemeinschaft kennen. Weil Sie nun mal daran gebunden sind. All das müssen Sie über Ihren Notar abwickeln. So jedenfalls will es das Gesetz. Nicht zuletzt auch, weil er weiß, wie man einen Kaufvertrag so gestaltet, dass er für beide Seiten sinnvoll und gerecht ist.

Vorsicht, Verkauf?

Verkaufen, aber möglichst wenig dabei riskieren. Das geht. Normalerweise, indem Sie dem Käufer zuerst nur eine sogenannte Auflassungsvormerkung gewähren. Mit diesem Vermerk im Grundbuch bekommt der schon mal ein Stück Sicherheit. Wenn sie sich nicht kennen, wollen manche das nur tun, wenn sie sicher sind, dass dem Käufer die nötigen Mittel zur Verfügung stehen. Dann bestehen sie auf einer Finanzierungsbestätigung der Bank. Und zwar per Vertrag. Außerdem regelt der Notar im Vertrag genau, was passiert, wenn Ihr Vertragspartner nicht pünktlich bezahlt. Oder wenn er womöglich zahlungsunfähig wird. Dann sind wenigstens die rechtlichen Konsequenzen geklärt. Das Eigentum wird erst in dem Moment umgeschrieben, wenn der Kaufpreis voll bezahlt ist. Ist es nicht beruhigend, dass der Notar weiß, wie man allen Eventualitäten vorbeugen kann? Ob es um kleine oder große Objekte geht. Damit alles möglichst reibungslos für Sie läuft.

Bäumchen, wechsel Dich. Aber ohne Risiko.

Abmachungen sind gut und schön. Nur müssen sich beide Vertragspartner auch daran halten. Wie gut, dass Sie mit einem Vertrag vom Notar rundum abgesichert sind. Denn Ihr Notar organisiert die Abwicklung nicht nur. Sondern er überwacht sie auch. Bis zum Schluss. Angefangen bei der Einsicht ins Grundbuch. Über das Besorgen aller nötigen Genehmigungen. Belastungen, die Sie als Käufer nicht übernehmen, lässt der Notar ordnungsgemäß löschen. Schließlich sollen Sie nicht auf den alten Grundschulden des Verkäufers sitzen bleiben. Zudem lässt der Notar Ihre Anwartschaft auf das Objekt, gleich nach der Beurkundung, im Grundbuch eintragen. Und zwar durch die so genannte Auflassungsvormerkung. Damit Ihr Kauf auch per Grundbuch gesichert ist. Wenn dann schließlich gezahlt ist, veranlasst der Notar, dass das Eigentum im Grundbuch umgeschrieben wird. So riskiert keiner was. Sie sehen, mit Notar sind Sie gut beraten.

Andere Länder, andere Sitten. Und Rechte.

Klingt spannend: Eine Immobilie im Ausland. Ist aber ganz schön kompliziert. Weil normalerweise das Recht des Landes gilt, in dem das Grundstück liegt. Und da kann es ganz schöne Unterschiede zu unserem Recht geben. Eine fachkundige Beratung ist also dringend nötig. Zumal es auch einiges zu bedenken gibt, wenn Sie verheiratet sind oder Ihren Besitz später mal vererben wollen. Hier kann es sinnvoll sein, für eine Immobilie im Ausland bei Ihrem Notar ein Testament zu errichten. Eines, in dem die Besonderheiten des Landes genau berücksichtigt werden. Das Recht des Landes, in dem sie liegt, kommt nämlich manchmal auch beim Vererben zum Tragen.

Überhaupt wird die Lage deutlich schwieriger, wenn Sie woanders eine Immobilie kaufen. Da kann nicht nur das Thema Erwerbsnebenkosten und vor allem Steuer unerfreuliche Überraschungen für Sie in petto haben. Auch geht der Kauf einer Immobilie nicht in allen Ländern so sicher, reibungslos und kostengünstig vonstatten wie bei uns. Auch wenn er nicht alle Rechte der Welt kennen kann, hilft Ihnen Ihr deutscher Notar. Etwa, indem er eine Vollmacht beurkundet, mit der dann eine Vertrauensperson vor Ort für Sie handeln kann. Wenn er Ihnen nicht sogar jemanden empfehlen kann, an den Sie sich dort wenden können. Und dem Sie genauso vertrauen können wie ihm.

Auch Vertrauen will dosiert sein.

Sie haben einen notariellen Vertrag. Jetzt kann nichts mehr passieren. Leider nicht ganz. Weil Sie trotzdem an einen unaufrichtigen Vertragspartner geraten können. Wer sich aber gründlich informiert und die Risiken genau mit seinem Notar bespricht, kann sie deutlich minimieren. Überhaupt: Solange Sie sich an die Sicherheiten halten, die Ihr Notar für Sie ausgetüftelt hat, bleibt alles überschaubar. Indem Sie den Kaufpreis erst dann bezahlen, wenn er auch wirklich fällig ist. Oder, umgekehrt, die Schlüssel erst dann aus der Hand geben, wenn Sie Ihr Geld haben.